Mit der Omega im Weingarten unterwegs

Die Omega Chrono Stop (Baujahr 1968) ist ein Erbstück. Mein Opa hat sie gekauft und an meinen Vater weitergegeben. Beide haben sie täglich getragen. Ich habe mich sehr gefreut, als ich sie von meinem Vater vor ein paar Jahren geschenkt bekommen habe. Schon als Kind hatte sie mir gefallen und noch heute verbinde ich tolle Erinnerungen damit. Denn mein Papa hat die Uhr auch getragen als er in unserem Weingarten gearbeitet hat. Mein Bruder und ich sind mit meinem Papa mit dem Moped zu unseren Weingärten gefahren. Ich war ungefähr 4 Jahre alt und saß vor meinem Papa, mein Bruder hinten. Noch heute kann ich die Uhr vor mir sehen, wenn ich mich an den Armen von meinem Papa festgekrallt habe und die schnelle Fahrt genossen habe. Die Gebrauchsspuren waren der Omega deutlich anzusehen. Sowohl mein Opa als auch mein Papa haben sie nie zur Wartung gebracht. Einige Jahre lag die Omega bei im Schrank. Bis ich von einem Freund auf Herrn Morgenstern aufmerksam gemacht wurde. Der Drücker vom Stopper war teilweise abgebrochen und das Uhrwerk lief nicht mehr genau. Herr Morgenstern hat Original-Ersatzteile für das Glas und den Drücker besorgt. Auch für das Uhrwerk hat er das ein oder andere Ersatzteil im Original aufgetrieben. Das Gehäuse hat er zu einem eigenen Gehäusebauer geschickt, um es wiederherzustellen. Er hat ein Lederband besorgt, dass genau zum Uhrenmodell passt. Ich trage die Uhr jetzt in 3. Generation und bin immer stolz, wenn ich gefragt werde, woher ich diese habe.